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Mittwoch, 15. Juli 2015

Brennt die Brennessel auch im Mund?

...nun ja, wenn man roh reinbeißen würden wohl schon. Aber wir haben Sie ja verarbeitet und einen wundervollen, herrlich duftenden Brennesselsirup gemacht.



Die Brennessel (Urtica urens)

Es gibt kein Kraut, das dem Menschen mit so ausdauernder Anhänglichkeit folgt, wie gerade die beißende, brennende Brennessel. Wie keine andere Pflanze heilt sie den Boden, indem sie zu viel Stickstoff umwandelt und bereitet mit Ihren langen, kriechenden Wurzeln den Humus für kommende Generationen. Sie bereitet den Menschen im zeitigen Frühjahr auch die "aktivste" Zeit des Jahres vor. Eine Brennesselkur bringt die Lebensgeister so richtig auf Vordermann.


Für Hippokrates, den berühmtesten Arzt der Antike, war die Brennessel die wichtigste Pflanze zur Blutreinigung und daran hat sich nichts geändert. Sie hilft zur Vermeidung von Blutarmut und Eisenmangel, ein Vitalisierungsmittel für Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm und Galle.


Brennesselsirup


25 Brennesseltriebe
30 g Zitronensäure
1 Liter Wasser
1 kg Biozucker

Wasser aufkochen und auskühlen lassen, die Brennesseltriebe über Nacht ins Wasser legen, nach 24h abseihen, den Brennesselsud mit dem Zucker auf 75 Grad erhitzen und in Flaschen abfüllen.

Nicht länger als 24h die Triebe im Wasser lassen, da ansonsten das Eisen oxidiert, aus Fe² wird Fe³.

Wenn man im Frühjahr rechtzeitig dran ist, ist der Brennesselsaft sogar rosarot.

Viel Freude beim nachmachen
wünscht Eure Mandelmakronentorte

Freitag, 20. September 2013

Sonnenaufgang am 3000er



Sonnenaufgang am Larmkogel 3022m

Der Larmkogel ist unser Hausberg. Steht man auf unserer Terrasse hat man den direkten Blick auf den Gipfel dieses Dreitausenders der Hohen Tauern. Er ist einer von drein im Hollersbachtal.

Oben hat man eine unglaubliche Aussicht aufs ganze Salzachtal und natürlich auch auf den Sonnberghof der unsagbar klein erscheint ;-) Man hat den Großvenediger vor der Nase, der Großglockner schaut majestätisch rüber, von weitem grüßt der Dachstein, im Westen der Wilde Kaiser und viele, viele mehr… .
Ausgangspunkt ist die Neue Fürther Hütte im Herzen des National Park Hohe Tauern. Die Hütte liegt auf 2201m hoch über dem Hollersbachtal , daneben liegt der Kratzenbergsee, umgeben von Abretterkopf 2980m , Seekopf 2923m , Kratzenberg 3023m und Larmkogel3022m.


Sonnenaufgang am LarmkogelMit der Stirnlampe bewaffnet, startete ich um 4 Uhr früh, im stockdunkeln, umgeben von einem eisigen Wind und in einer absoluten Stille auf die Larmscharte. Auf dieser Scharte begrüßten mich die bunten Tibetfahnen, die durch den Wind stürmisch hin und her flatterten. Nun war es nicht mehr weit und in einer leichten Kraxelei mit Seilen versichert stand ich in ca. 2 Stunden  auf dem Larmkogel. Das mit Steinen gefüllte Gipfelkreuz durfte ich begrüßen.Ich war ein bisschen zu früh oben, fror fürchterlich und ich sehnte mich nach der Sonne. Zuerst verfärbte sich der Himmel im Osten in rot/orange mit einigen dunklen Wolken, die eine Schlechtwetterfront ankündigten. Eine weiße, dicke Nebeldecke lag in Osttirol zwischen den Dreitausendern und sie wälzte sich über die Bergkämme in die Salzburger Täler hinunter,
 ein faszinierendes Schauspiel. 


Es dauerte nicht mehr lange und man sah schon den orangefarbigen Ball der Sonne schön langsam aufblitzen. Als Fotograf hat man dann einiges zu tun, man muss sich auf die Einstellungen konzentrieren und die verschiedensten Motive auf die Linse bekommen. Es ist ja nicht nur der Sonnenaufgang, im Hintergrund zaubern die Berge eine rosarote Tönung auf die Schneedecke der Gletscher und da wird einem schon warm ums Herz voller Freude.Oder im Westen wo in den Tälern die Schatten sich langsam zurück ziehen.Die Fotos im Kasten, die Sonne schon höher stehend, gibt es eine beruhigende Zufriedenheit und ich bin dankbar für dieses Erlebnis.

Vielen Dank für Euren Besuch auf meinem Logenplatz und
herzliche Grüße Christa Kramer 

PS: Für alle die es nachmachen wollen: Die Nationalpark Ranger bieten diese Tour auch an.
Buchbar wo? Natürlich am Sonnberghof :-)
Eure Mandelmakronentorte